|
Johannes Backhaus
Dominikanische Republik 2002
Reise vom 18.07. bis 08.08.2002
"Noch nie habe ich Schöneres gesehen, ......."
(Christoph Kolumbus)
Herzlich willkommen zu unserem Reisebericht über die Dominikanische Republik und viel Vergnügen beim Lesen wünscht der Autor.
Ich hoffe, dass viele Reisende die in die gleiche Region möchten die von mir gesammelten Informationen und Eindrücke gebrauchen können.
Die Dominikanische Republik, einem Reiseziel, dem ich lange nicht wohlgesonnen war, weil ich der Meinung war, bei der DomRep handelt es sich einfach
um Reise- oder Urlaubsziel, was nur 7 Stunden mehr Flug kostet als die Mittelmeerinsel Mallorca, aber ansonsten über ein ähnliches Ambiente verfügt wie
Ballermann und Co. Vielleicht bin ich aber auch von unseren bisherigen Reisezielen, die ja nicht unbedingt auf jedermanns Reiseliste stehen, ein bisschen
zu voreingenommen, aber man ist ja lern- und kompromissfähig und so stieg ich in den Flieger, um mich eines besseren belehren zu lassen.
Meine Erwartungen lagen also bei einem Urlaubsziel, wo ich unbedingt und überall auf feierfreudige deutsche Touris bei deutschem Bier und Liedgut stoßen musste.
Ferner war ich auf ein total eingedeutschtes Reiseziel mit ewig besserwissenden deutschen Pauschaltouristen eingerichtet.
So und jetzt als letztes zu Mallorca noch, bevor halb Deutschland über mich herfällt, mit "Ballermann & Co." meinte ich nicht die schöne Mittelmeerinsel, sondern
die "feindliche Übernahme" an einem bestimmten Strandabschnitt der Playa de Palma.
Also jeder Leser wird erkennen, dass ich jede Menge Vorurteile, vielleicht zu Unrecht, im Gepäck hatte, was sich aber nicht auf das zulässige Gesamtgewicht des
Flurgzeugs auswirkte.
Jetzt aber genug und zurück zum Reisebericht "DomRep 2002:
Diesmal konnte ich mich der Gewalt oder besser gesagt der Mehrheit von Frau und Sohn, nicht mehr beugen und musste mich dem Votum der Familie beugen und
ab ging es in die sog. DomRep, was aber, so wie ich gehört habe, von vielen Freunden der Dominikanischen Republik nicht so gern gehört wird.
Ein übriges ergaben viele Gespräche mit meinem Webmaster-Kollegen Arno Bolten
http://www.dominikanische-republik-2001.de
der mich durch seine vielen hilfreichen Anregungen, Hinweise und Aufmunterungen zu einem Besuch der Insel Hispaniola animiert hat. Aber hierzu werde ich im Laufe
dieses Berichts bestimmt noch ein- oder mehrmals zurückkommen.
Unsere Anreise zum Airport erfolgte per Bustransfer-Service zum einen aus Gründen der Vereinfachung, Kinder sind beim Transport des Gepäcks aus verständlichen
Gründen keine große Hilfe, und andererseits aus Bequemlichkeitsgründen, die Deutsche Bahn reicht trotz aller Werbung immer noch nicht an eine Beförderung per Bus
oder Auto heran.
Wenn man bedenkt, dass ein Bustransfer kaum teurer kommt, als die Fahrt per Zug, die ja nicht bei allen Airlines inklusive ist, also keine Frage.
Wenn man dann noch die Sitzplätze im Flieger im voraus reserviert hat, kann der Urlaub praktisch beginnen .....
Unsere Abflugzeit war auf 08.45 Uhr festgesetzt, bei einer knappen Stunde Fahrt zum International Airport Düsseldorf wurden wir also um 06.00 Uhr morgens zu Hause abgeholt.
Da die Straßen um diese Zeit naturgemäß noch nicht allzu voll waren, kamen wir 45 Minuten später in Düsseldorf an. Es war zwar für die
Schulkinder der erste Schultag,dementsprechend war auch der Betrieb, aber trotzdem klappte das Einchecken vorzüglich, so dass wir nach der Passkontrolle genügend
Zeit hatten, einige Getränke zu uns zu nehmen.
Der Abflug erfolgte fast planmäßig um kurz nach 09.00 Uhr, die ungefähre Flugzeit wurde vom Kapitän mit 9 Stunden angegeben, so dass wir Ortszeit um 12.00 Uhr
mittags in Puerto Plata (POP) ankommen sollten (Zeitverschiebung zur mitteleuropäischen Sommerzeit 6 Stunden).
Der Flug mit dem Airbus A 330 der LTU verlief planmäßig und ohne irgendwelche Zwischenfälle. Auffallend war für mich die relativ große Anzahl dominikanischer Familien
und alleinreisender dominikanischer Kinder an Bord. Wahrscheinlich die Produkte einer deutsch/dominikanischen Co-Produktion.
Der Hinflug verlief irgendwie auch wie im Fluge und die angegebenen 9 Flugstunden vergingen wie im "Flug", so dass wir zur größten Mittagshitze um kurz nach
12.00 Uhr in Puerto Plata aufsetzten.
Auch die in der Karibik oftmals umständlich und aufwendigen Pass- und Gepäckkontrollen fanden hier für mich seltsamerweise nicht statt, alles verlief problemlos.
Kein Gepäckstück wurde kontrolliert, selbst der von mir mitgeführte Laptop erregte nicht die Neugierde der Zollbeamten.
Allerdings wurden wir gleich beim Aufteilen der ankommenden Gäste auf die zur Verfügung stehenden Autobusse recht deutlich darauf hingewiesen, wohin wir gerade
eingeschwebt waren, in ein karibisches Land, alles verlief ein bisschen chaotisch, typisch karibisch eben, wie man es von anderen karibischen Inseln eben gewöhnt ist.
Aber letztendlich saß doch jeder Gast im richtigen Bus, jedes Gepäckstück war im richtigen Bus, Karibik live eben, erst das große Chaos und hinterher stimmt doch alles.
Hier hörten wir dann das oft gebräuchliche
No problemas, amigo.
Nach ca. 20 Minuten Busfahrt in Richtung Osten waren wir auch schon in unserem Hotel, dem LTI Sol de Plata Beach Resort, zwischen Sosua und Cabarete gelegen.
Auf den ersten Blick machte das LTI-Hotel SOL de Plata Beach Resort einen sehr ordentlich Eindruck: weitläufig , mit sehr vielen Sporteinrichtungen wie Golf, Tennis,
Volleyball, Kicker, Billard und so weiter und so fort, für jeden Sportliebhaber ist etwas dabei.
Allerdings muss ich sagen, dass witterungsbedingte Einflüsse des karibischen Klimas doch schon ihre Spuren hinterlassen hatten, so manche Wand und so mancher Flur
konnten schon mal wieder einen Eimer Farbe vertragen, dies muss aber auch der extremen Witterung des karibischen Klimas zugeschrieben werden.
Ein nettes Entgegenkommen der Hotelleitung war, dass wir kurzfristig unser normales Doppelzimmer gegen ein Superior-Zimmer tauschen konnten, und das ganze
ohne Aufpreis! Ein echtes Lob der Hotelleitung für ihr Entgegenkommen. Das neue Zimmer war echt klasse und groß genug für drei Personen.
Nach dem Auspacken der Koffer nutzten wir die erste Zeit um natürlich einen Drink an der Strandbar zu nehmen und uns einen ersten Überblick über die weitläufige
Hotelanlage zu verschaffen.
Alsdann war unser Sohn Philip nicht davon abzuhalten, um die ersten Runden in der schönen und weitläufigen Poolanlage zu drehen.
So verging auch der erste Nachmittag im Hotel viel zu schnell, denn es gab ja so viel zu sehen und pünktlich gegen 18.30 Uhr setzte dann, wie in der Karibik üblich,
die Dämmerung ein.
Das Abendessen nahmen wir an diesem Tag im Buffetrestaurant ein. Die Hotelanlage verfügt insgesamt über 6 Restaurants, da ist für jeden Geschmack etwas dabei.
Die Auswahl am Buffet war schon erstaunlich, und muss keinen Vergleich mit bisher gesehenen All-Inclusive- Anlagen scheuen.
Für karibische Verhältnisse war keine Hochsaison, die beginnt im November und endet im März, so dass unser Hotel nur zur Hälfte ausgebucht war.
Trotzdem wurden die Leistungen des Hotels in vollem Umfang angeboten, auch ein Lob wert, wie ich meine, aber am Wochenende sollte im Hotel der Teufel los sein,
hierzu aber später mehr.
Informationen über unser Hotel sind im Internet erhältlich unter
homepage
Die postalische Adresse lautet:
LTI-Sol de Plata Beach Resort & Villas
Carretera Cabarete
Puerto Plata
Dominican Republic
Tel. +1-809-571 3600
Fax +1-809-571 3389
Vielleicht noch ein paar Worte zum Hotel, obwohl dies nach meiner Meinung nicht der wichtigste Aspekt bei einer Fernreise sein sollte, es sei denn, man hat wirklich vor,
seine Urlaubszeit in der Anlage zu verbringen, aber dann kann man ja wirklich doch nach Mallorca fahren, ......
Also das Hotel war echte Spitzenklasse, angefangen beim Essen, über die Drinks, bis hin zum angebotenen Sport- und Animationsprogramm, also durchaus auch das
Richtige für Reisende, die die Dominikanische Republik von der Hotelseite kennen lernen wollen, oder aus gesundheitlichen Gründen keine Touren innerhalb des Landes
mehr unternehmen wollen oder können. Vom Sportprogramm wurde von Fußball, Tennis, Beachvolleyball, Billard, Golf usw. und so weiter alles geboten.
Auch das Animationsteam gab sich alle erdenkliche Mühe, um die unterhaltungswilligen Gäste zu beschäftigen, ohne jedoch jemals aufdringlich zu wirken.
Wer sich nicht aktiv betätigen wollte, wurde hierzu auch niemals gedrängt.
Die abendlichen Shows auf der Showbühne waren auch jedes Mal einen Besuch wert, die Darbietungen hatten jeden Abend ein anderes Thema und wurden sehr
profihaft dargeboten. Meistens wurden internationale Musicals aufgeführt, aber auch die Tagesbesten bei den verschiedenen sportlichen Wettbewerben wurden abends
durch Urkunden geehrt. Dies war vor allem für die Kinder ein großer Spaß.
Die Entfernung vom Flughafen Puerto Plata zum Hotel beträgt rund 25 Kilometer, die nächsten Orte vom Hotel aus gesehen, sind in Richtung Osten das Windsurferparadies
Cabarete (ca. 7 Kilometer) und in Richtung Westen die Touristenhochburg Sosua (ca. 5 Kilometer).
Vom LTI-Hotel Sol de Plata werden mehrmals täglich kostenlos Shuttlebusse in beide Nachbarorte angeboten, mit denen die Hotelgäste die nächsten Ortschaften kostenfrei
erreichen können, pünktlicher Rücktransport inklusive.
Bevor ich zu einer weiteren Beschreibung unserer Touren ins Landesinnere komme, möchte ich zunächst einmal die näher gelegenen Ortschaften beschreiben, es geht
also zunächst einmal um Orte und Landschaften entlang der Nordküste, also am Atlantik gelegen. Die Insel Hispaniola mit den Ländern der Dominikanischen Republik,
ca. zwei Drittel der Insel, und Haiti, dass ca. ein Drittel ihr eigen nennt, liegt nämlich nicht vollkommen im Karibischen Meer, insofern man die Karibik nicht als einen Teil
des Atlantischen Ozeans betrachtet, sondern die Nord- und Ostküste der Insel grenzen an den Atlantischen Ozean, was der Qualität der Landschaften und der Strände
aber keinen Abbruch tut. Nur die Südküste der Insel und der östliche Bereich in Haiti grenzen tatsächlich an das Karibische Meer.
Zurück zur Nordküste, die im Bereich um die Stadt Puerto Plata (unser Zielflughafen) aus verständlichen Gründen auch "Bernsteinküste" genannt wird. Zu diesem Thema
komme ich später.
Die bedeutendste Stadt im Bereich der Nordküste ist Puerto Plata selbst, für alle Besucher der Nordküste, der erste Berührungspunkt mit der Dominikanischen Republik,
denn auf dem Internationalen Flughafen von Puerto Plata (POP) kommen ständig Großraumjets aus aller Herren Länder mit Touristen an. Dies ist auch an den Hotelanlagen
der Playa Sosua und der Playa Cabarete mehr oder weniger deutlich zu hören, denn der Flughafen liegt ca. 20 Kilometer östlich von Puerto Plata und damit eigentlich näher
an Sosua, als an POP. Die Nordküste der Dominikanischen Republik war in Sachen Tourismus auch der Vorreiter im Lande. Dieser Küstenabschnit wurde als erstes für den
Tourismus erschlossen, erst lange danach kam zum Beispiel Punta Cana an der Ostküste.
Vom Airport fahren ständig klimatisierte Busse und Taxis nach Santo Domingo, Santiago, Samana und natürlich auch in die nahen Touristenzentren Playa Dorada, Sosua und
Cabarete. Wer keiner Transfer hat: Festpreise gibt es nicht, handeln lohnt sich in jedem Fall.
Ach so, noch ein Tip: Obwohl die Tourismusbehörde der "Koffermafia", also den organisierten Gepäckträgern mittlerweile einen gehörigen Riegel vorgeschoben hat, kommt
es doch immer wieder vor, dass von den dreisten "Dienstleistern" für 10 Meter Koffertragen 10 US-Dollar oder auch 10 Euro verlangt und auch zwangsläufig bezahlt werden,
da der einreisende Gast oder Tourist oftmals nicht über Banknoten in kleiner Stückelung verfügt, vom langen Flug gestresst ist und er froh ist, dass ihm die Arbeit abgenommen
wird. Es gilt also: Kleingeld bereithalten oder noch besser, einen der kostenlosen Gepäckwagen in Anspruch nehmen und sein Gepäck selbst zum Taxi oder zum Transferbus
transportieren. Nach einer 10-stündigen Flugsitzung tut ein bisschen Bewegung auch ganz gut. Ich möchte hier nicht den Gepäckträgern den Job kaputt machen, aber bei
einem US-Dollar pro Meter fange ich auch als Gepäckträger am International Airport POP an.
Puerto Plata wurde zwischen 1496 und 1502 entweder von Bartolome`Colon, Bruder von Cristobal Colon oder von Nicolas de Ovando, damaliger Gouverneur der Nordregion,
gegründet.
Genaue Aufzeichnungen hierüber gibt es nicht. Die Hafenstadt hat heute knapp 100.000 Einwohner. 1493 landete Christoph Columbus in der hufeisenförmigen Bucht und gab
der Stadt wegen des glänzenden Meeres den Namen "Silberhafen". Eine Siedlung gründete "der große Entdecker" hier jedoch nicht, dies überliess er anderen. Die erste Siedlung
an der Nordküste gründete Kolumbus nämlich am Weihnachtstage 1493 in Navidad, liegt auf dem heutigen Staatsgebiet von Haiti. Am Rande sei noch erwähnt, dass Kolumbus
diese Siedlung nach seiner Rückkehr verwüstet und die zurückgelassenen Besatzungsmitglieder getötet vorfand, so dass er auf halbem Wege zwischen Monte Christi und
Puerto Plata die Siedlung La Isabella gründete. La Isabella war damit die erste feste Siedlung in der Neuen Welt. Heute sind allerdings hiervon nur noch die Grundmauern
teilweise zu erkennen. Ein Besuch diese historischen Stätte lohnt daher kaum.
Puerto Plata erhielt im Jahre 1508 von der spanischen Krone die Stadtrechte und ein Wappen, da die Stadt mittlerweile regelrecht aufblühte. Dies war aber auch auf
verstärkte Schmugglertätigkeiten und illegalen Handel mit ausländischen See- und Kaufleuten zurückzuführen. Als dies dem spanischen Königshaus zu Ohren kam, ließ
man die florierende Hafenstadt kurzer Hand dem Erdboden gleich machen, da man Einnahmeverluste nicht duldete. Die damaligen Bewohner wurden im Rahmen einer
Zwangsumsiedlung in andere Landesteile gebracht. Danach folgten zwei Jahrhunderte der Ruhe, bis die Herrscher aus Spanien 1736 eine Genehmigung zu einer erneuten
Stadtgründung erteilten.
Nachdem das Handelsmonopol des Mutterlandes Spanien nicht mehr bestand, kamen viele der neuen Siedler von den Kanarischen Inseln nach Puerto Plata.
Die Geschäftstüchtigkeit der neuen Siedler und auch der Wegfall des Handelsembargos bescherten der Stadt einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung, der aber gut
100 Jahre später durch ein gewaltiges Feuer, welches die Stadt vollkommen zerstörte, zunichte gemacht wurde.
Aber auch dies konnte Puerto Plata nicht unterkriegen. Einige Jahre später begann der Wiederaufbau und aufgrund der günstigen geographischen Lage nahm der
Handel mit wichtigen Exportgütern wie Tabak, Edelhölzern und natürlich Zuckerrohr einen erneuten Aufschwung, was dem Wiederaufbau der Stadt im viktorianischen
Stil zu Gute kam. Diese herrlichen Häuser waren zum Großteil die Domizile der ehemaligen Zuckerbarone.
Aufgrund der räumlichen Nähe zum fruchtbaren Cibaotal, ist dieser Wirtschaftszweig auch heute noch ein wichtiger Faktor Puerto Platas. Ein zweites Standbein hat sich
die Metropole des Nordens seit gut 20 Jahren mit dem Tourismus geschaffen, obwohl dieser Wirtschaftszweig seit den Ereignissen des 11. September 2001 auch schwer
mit den Auswirkungen dieser Katastrophe zu kämpfen hat. So ging zum Beispiel vor den Terroranschlägen in den USA täglich ein Jet der LTU von Düsseldorf nach
Puerto Plata, derzeit ist es nur noch einer in der Woche. Dies ist natürlich auch an der Auslastung der Hotels zu spüren. Besonders stark getroffen sind auch die fliegenden
Händler und Strandverkäufer, die aber auch aufgrund dieser wirtschaftlichen Flaute niemals aufdringlich oder gar belästigend auf die Touristen zukommen. Man muss sicherlich
auch bedenken, dass diese Menschen durch ihre "Geschäftsverbindungen mit den Touristen" oftmals vielköpfige Familien ernähren müssen. Es bleibt daher vor allem für die
Menschen in der DR zu hoffen, dass sich die Tourismusbranche, von der ein großer Teil der Einwohner lebt, sich in naher Zukunft wieder erholt.
Das Wahrzeichen der Stadt Puerto Plata ist der alles überragende 792 Meter hohe Pico Isabel de Torres, der Hausberg der Stadt. Zum Gipfel kann man mit der einzigen
Seilbahn der Karibik gelangen, der sog. Teleferico. Normalerweise fährt diese von Donnerstags bis Dienstags in der Zeit von 08.00 bis 17.00 Uhr, da der Betrieb aber
häufig gestört ist, sollte man sich vorher bei der Reiseleitung oder beim Tourismusbüro erkundigen, wie die Lage ist. Häufig streiken schon einmal die stromführenden
Generatoren, oder es fehlen die Ersatzteile des Schweizer Herstellers. Der Gipfel lässt sich allerdings auch zu Fuß erklimmen, zweieinhalb Stunden Fußmarsch sind hierfür
allerdings vonnöten.
Auf dem Gipfel steht die ca. 16 Meter hohe Christusfigur, die an die ausgebreiteten Arme der weltberühmten Statue von Rio de Janeiro erinnert. Ein botanischer
Garten (Jardin Botanico), der zum Naturschutzgebiet Reserva Cientifica Isabel de Torres gehört, kann ebenfalls besichtigt werden.
Der Parque Central (Zentralpark), der den kulturellen Mittelpunkt der Stadt bildet ist eine weiter Attraktion der Hafenmetropole. Architektonisches Schmuckstück des Parks
ist der einstöckige und arkardengeschmückte Pavillion Glorieta Siciliana, der im Jahre 1872, also zur Blütezeit der Zuckerbarone errichtet wurde. Dieser Platz ist voller Leben,
hier findet der Besucher viele fliegende Händler, Schuhputzer und auch Taxifahrer, die auf ein gutes Geschäft hoffen. An den Wochenenden finden hier auch oftmals Konzerte
statt, die von der einheimischen Bevölkerung gerne besucht werden.
Südöstlich des Zentralparks befindet sich in der Calle Duarte das berühmte Bernsteinmuseum in einer herrlichen weiß-goldenen Villa. Dieses Haus stellt sowohl von außen,
als auch von innen ein Schmuckstück dar. Im Museum sind besonders schöne Stücke des "gelben Goldes" ausgestellt. Vorzeigestück der Ausstellung ist ein Stück Bernstein,
in dem eine kleine Eidechse eingeschlossen ist. Für dieses Exemplar sind meines Wissens schon über 20.000 USD von Liebhabern geboten worden. Aber auch sonst lassen
sich wunderschöne Stücke des fossilen Harzes bewundern.
Die Führungen in dem Privatmuseum erfolgen in spanischer und englischer Sprache.
Im Erdgeschoss befindet sich ein Verkaufsladen, in dem man garantiert echten Bernstein- oder Larimarschmuck erwerben kann. Ferner gibt es hier Tips und Tricks,
wie der Laie echten Bernstein vom falschen Harz oder Plastik unterscheiden kann (Faustregel: Bernstein schwimmt, Duplikate gehen unter!).
Ein weiteres Highlight von Puerto Plata ist die Festung San Felipe (Fortaleza San Felipe), direkt an der Uferpromenade Malecon gelegen und daher kaum zu verfehlen.
Die Festung ist Donnerstags bis Dienstags in der üblichen Zeit von 09.00 bis 12.00 Uhr und 14.00 bis 16.30 Uhr geöffnet. Im Jahre 1973 wurde die Festung im großen Stil
restauriert, sie bietet heute wieder einen recht anschaulichen Anblick, ein kurzer Aufenthalt genügt jedoch. Unter dem Diktator Trujillo diente diese Festung lange Zeit als
Gefängnis für Regimegegner. Im Innern der Festung befindet sich ein kleines Museum, in dem Zeitzeichen der wechselvollen Geschichte besichtigt werden können.
Da dies die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Puerto Platas sind, verlassen wir Puerto Plata jetzt und fahren in östlicher Richtung. Dort erreicht man die vielerwähnte,
vielgeschmähte, aber auch vielbesuchte Touristenhochburg Sosua.
Eins vorausgeschickt, damit komme ich auf meine Anfanfangsbefürchtungen von einem "Arenal der Karibik" zurück, befürchtete ich zunächst das "Schlimmste",
meine Befürchtungen sollten sich aber nicht (Gott sei Dank!) bewahrheiten.
Noch vor dem Zweiten Weltkrieg bestand Sosua lediglich aus einem kleinen Fischerdorf mit einer Handvoll Einwohnern, tropischer Vegetation und einigen Bananenplantagen.
Dies versuchte der 1938 regierende Diktator Trujillo zu ändern, in dem er auf der Weltflüchtlingskonferenz im französischen Evian der Einwanderung von jüdischen Emigranten
aus Deutschland zustimmte. Trujillo war damals übrigens der einzige Staatschef von 32, die auf dieser Konferenz anwesend waren. Dies geschah jedoch nicht aus lauter
Menschenliebe, sondern Trujillo hatte ganz andere Ziele:
Zum einen erhoffte der an Rassenwahn leidende Diktator sich durch den Zuzug weißer, hellhäutiger Menschen, eine "Aufhellung" seiner eigenen dunkelhäutigen Bevölkerung,
daher war sein humanitäres Einreise- und Asylangebot vorwiegend an unverheiratete junge Männer gerichtet.
Der andere Grund war der, dass er sich durch die gebildeten Europäer den Aufbau einer florierenden Vieh- und Milchwirtschaft erhoffte.
Während der Aufbau der Landwirtschaft den Emigranten glückte, was heute noch an den zahlreichen Viehherden europäischer Herkunft zu erkennen ist, schlug der
"Aufhellungsprozeß" der einheimischen Bevölkerung gründlich fehl. Von den erhofften 100.000 weißen Juden kam, gerade mal 1 knappes Prozent, um in der
Dominikanischen Republik eine neue Heimat zu finden und eine neue Existenz zu gründen. Dies waren natürlich viel zu wenig, um Trujillos Ziel gelingen zu lassen,
zumal ein Großteil der Einwanderer nach Kriegsende in die USA auswanderte. Heute leben nur noch rund 25 dieser Familien in und um Sosua, also praktisch ohne
größere Bedeutung.
Heute erinnern in Sosua nur noch einige Straßennamen und die jüdische Synagoge, heute ein Museum in der Calle Alejo Martinez, an diese Zeit.
Die derzeit aufgebaute Landwirtschaft floriert allerdings, denn auch heute noch genießen die "Productos de Sosua", also Milch, Butter und Käse einen hervorragenden
Ruf und verfügen über eine excellente Qualität.
Nach Abwanderung der ins Land geholten Juden verfiel die Stadt bis Anfang der 70er Jahre wieder in einen Dornröschenschlaf, bis mit der touristischen Erschließung der
Nordküste ein wahrer Bauboom in und um Sosua einsetzte und sich der Ort zum Mittelpunkt des Tourismus an der Nordküste mit all seinen Vor- und aber auch
Nachteilen entwickelte.
Die schlimmsten Zeiten des Massentourismus scheint Sosua aber überwunden zu haben, denn die Regierung hat durch verschiedene "Säuberungsaktionen" versucht,
die jedem bekannten negativen Ausuferungen des Massentourismus in den Griff zu bekommen.
Durch die Einrichtung einer Touristenpolizei (Policia turistica) und die Gründung von Bürgerinitiativen, selbst die Strandhändler sind zwischenzeitlich organisiert, konnte
das negative Image, das der Ort zwischenzeitlich bestimmt auch durch die Massen- und Billigangebote der deutschen Reiseveranstalter erhalten hatte, widerlegt werden.
Hiervon konnte ich mich zu meiner Freude selbst überzeugen. Meine schlimmsten Befürchtungen wurden also nicht bestätigt und ich musste mich also eines Besseren
belehren lassen.
Das Zentrum Sosuas teilt sich in zwei ganz verschiedene Stadtteile, da wäre zum einen das Touristenviertel El Batey, östlich der ca. 1 Kilometer langen Bucht von Sosua,
mit einem schönen gelben Sandstrand, gelegen.
Diesen Teil Sosuas möchte ich zunächst beschreiben:
Der Ortsteil ist, grob gesagt, vom Tourismus geprägt, Hotels, Banken und Wechselstuben, Restaurants und Schnellimbisse prägen das Bild, obwohl ihm ein gewisser Reiz
nicht abgesprochen werden kann.
Hier findet man auch die Playa Sosua, an der heute auch noch gefälschte Marken-T-Shirts und Rolex-Imitationen verkauft werden, aber in welchem Winkel der Welt wird
nicht versucht, dem "reichen Touristen" solch einen Müll anzudrehen. Wer`s kauft, ist selber schuld, ........
Die Strandverkäufer sind aber niemals aufdringlich, oder lästig, ein einfaches "No Gracias" genügt und die Verkäufer ziehen weiter, da ist man von andern karibischen
Ländern andere Sachen gewöhnt.
Auch von einer Überfüllung an den Stränden, insbesondere der Playa Sosua kann ich hier nichts berichten, zwar keine absolute Einsamkeit, aber doch Platz genug für jeden,
ohne das man das Gespräch der Nachbarn mithören kann.
Oberhalb der Playa Sosua befindet sich eine Strandpromenade im karibischen Stil, also nicht erschließungstechnisch ausgebaut wie auf den Balearen oder den Kanaren,
sondern eher karibisch gemütlich, an der die Dominikaner versuchen ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.
Die einzelnen Casas sind fortlaufend nummeriert. Die ersten Strandbuden sind geprägt von den Geschäftemachern, die einen auch häufiger ansprechen und versuchen
einem alles anzupreisen und zu verkaufen. Um so weiter man jedoch oberhalb des Strandes entlangläuft, um so ruhiger und ursprünglicher wird das Treiben entlang des
oberhalb des Strandes liegenden Weges.
Sosua hat heute weit über 30.000 Einwohner aus mittlerweile über 20 Nationen und verfügt in der näheren Umgebung über mehr als 100 Hotels aller Preisklassen,
angefangen beim einfachen Gästehaus ohne jeden Komfort, bis zur 5-Sterne AI-Anlage mit allem Luxus und Komfort. Allein rund 5.000 Deutsche sollen mittlerweile ihren
ständigen Wohnsitz im Ort haben.
In El Batey, pulsiert das Leben mit und um den Touristen. Von Diskotheken, Wechselstuben, Restaurants bis hin zu Open-Air-Bars ist hier alles "zum Wohle"
des Touristen zu finden. Hier ist Spanisch auch nur eine Sprache unter vielen, man könnte schnell auf die Idee kommen, dass hier die Landessprache Deutsch ist.
Aber auch englische, französische, skandinavische und portugiesische Töne sind hier zu hören, wobei das Deutsche aber überwiegt.
Allerdings dominiert nicht nur die deutsche Sprache, sondern auch in der Geschäftswelt dominieren hier die Deutschen. Vom deutschen Schnellimbiss (Schnitzel-Hütte,
Bäckerei Moser), über deutsche Strandbars und Gästehäuser, bis hin zur deutschen Toilettenanlage mit der wahrscheinlich einzigen deutschen Toilettenfrau in der
gesamten Karibik, ist hier so ziemlich alles mit in deutscher Hand. Ein Wort vielleicht noch zur deutschen Toilettenanlage: Sehr Sauber und gepflegt, Benutzung für
5 Peso empfehlenswert.
Ja dies waren eigentlich so meine Vorstellungen von der gesamten Dominikanischen Republik, die ich aus Unwissen- und Voreingenommenheit auf das gesamte Land
duplizierte, was sich aber, wie schon gesagt, nicht bewahrheiten sollte.
Da sich der Rückgang des Touristenbooms natürlich auch hier sehr bemerkbar machte, erlebten wir El Batey niemals voller Menschen oder gar überfüllt, alles ging
einigermaßen ruhig und gesittet zu, wie ich es eigentlich gar nicht erwartet hatte. Keiner der dominikanischen Verkäufer war auf- oder gar zudringlich, ein einfaches
"No gracias" genügte, und man konnte seines Weges gehen, wir bei unseren zwei Besuchen feststellen konnten.
Auf Empfehlung eines in Sosua lebenden Deutschen suchten wir jedes Mal
Papas Bamboo Cafeteria
in der Casa 149 auf. Hier wird man nett und zuvorkommend bedient und hat gleich Kontakt zu Einheimischen, mit unserer Hand voll Spanisch und dem Deutsch
von Jose, dem Sohn des Inhabers, kam schon eine ganz nette Unterhaltung zu Stande.
Als Grundregel gilt, dass die Atmosphäre ruhiger und gelassener wird, um so weiter man an der Playa kommt, an den ersten Casas sind die Preise höher, die
Strandverkäufer etwas häufiger, die deutschen Biersorten öfters erhältlich und die Touristen mehr vertreten. Nach meiner Meinung wird das gesamte Ambiente bei den
aufsteigenden Nummern der Strandbuden immer karibischer oder dominikanischer. Die Nummer steht jeweils am First der jeweiligen Hütte.
Wir haben auf jeden Fall einige angenehme Stunden bei Papa und Jose verbracht, hier gibt es schön gekühlte Getränke, gutes und preiswertes Essen, ein schattiges
Plätzchen und bequeme Liegen am Strand. Das große Bier "Presidente" (ca. 0,7 l) kostet hier 35 Peso, während ein kleines Bier (ca. 0,4 l) mit 25 Peso zu Buche schlägt.
Zwischendurch kann man sich immer mal wieder im herrlich blauen Meer durch eine Abkühlung von außen erfrischen.
Zusätzlich hat man die Möglichkeit, bei Rambo, der ebenfalls hier hausiert, echt karibisches Kunsthandwerk, original Handarbeit, man kann bei der Fertigung zuschauen,
zu durchaus zivilen Preisen zu erwerben.
Insgesamt war das Feeling in El Batey doch ganz angenehm und gar nicht so schlimm wie ich befürchtet hatte, ein Besuch lohnt auf jeden Fall, unbedingt kann der Tourist
hier einen Eindruck gewinnen, wie die Dominikaner und nicht zuletzt die vielen Ausländer hier mit und vom Tourismus leben.
Übrigens werden die Strandbuden abends ab 19.00 Uhr geschlossen, um den unangenehmen Begleiterscheinungen des Massentourismus hier Einhalt zu gebieten.
Dies kann sich aber evtl. in Zukunft ändern, da gerade während unserer Zeit Lichtmasten montiert wurden, natürlich auf ganz karibische Weise, den europäischen
Unfallschützern würden die Haare zu Berge stehen, wenn sie dieses Schauspiel miterlebt hätten. Auf jeden Fall scheint damit vorerst die Gefahr der Strandbudenbesitzer
gebannt, dass dieses Viertel komplett geräumt werden muss, da eine große internationale Hotelkette auch hier ein Luxusresort mit Strandzugang nur für Hotelgäste
errichten möchte. Übrigens wäre damit die Existenz von mehreren tausend Menschen, Dominikanern und Ausländern, gefährdet, die hier ihren Lebensunterhalt verdienen.
Jetzt komme ich dann zum anderen Stadtteil Sosuas, Los Charamicos, in dem vorwiegend Dominikaner leben und der sich noch viel vom Charme einer dominikanischen
Kleinstadt erhalten hat, wo sich das Leben größtenteils auf der Straße abspielt. Dieses Viertel liegt westlich der Bahia de Sosua am Hang. Hier findet man ebenfalls einige
kleine Pensionen, aber auch schon Diskotheken, die mittlerweile auch von Touristen besucht werden. Ansonsten gibt es hierüber nichts Besonderes zu berichten, allenfalls
sind die vielen kleinen Grillstände und Restaurants erwähnenswert, in denen man für kleines Geld hervorragend speisen kann.
Ca. 15 Kilometer östlich Sosuas liegt Cabarete, das Windsurferparadies der DR. Auch dieser Ort fristete bis hin zu den achtziger Jahren ein Dasein als einfaches karibisches Dorf,
dann entdeckte der Jean Laporte, ein Weltklassesurfer aus Kanada diesen Strand, surfte hier, und stellte fest, dass es sich bei Cabarete um mindestens das beste Surfrevier der
Karibik, wenn nicht gar der Welt handelt, was ich auch als Nichtsurfer bezweifel darf. Auf jeden Fall ließ diese Empfehlung Surfer aus aller Welt folgen, so dass
das Strandbild in der ersten Zeit danach von den bunten Strandsegeln geprägt war. In der Bucht von Cabarete weht ständig ein kräftiger Nordwestpassat und ein
Korallenriff schützt die Surfer vor ungebetenen Gästen geschützt sind.
Nachdem anfangs nur einfache Gästehäuser und Pensionen zu finden waren, haben auch in Cabarete mittlerweile internationale Hotelketten ihre Residenzen
angesiedelt, so dass mittlerweile auch viele Normaltouristen den Windsurfern am späten Vormittag, wenn der Wind auffrischt, bei ihrem Sport zuschauen.
Während die Touristenzone Sosuas von Deutschen geprägt wird, haben sich aber auch in Cabarete viele Ausländer, vor allem Kanadier, Italiener und Franzosen
niedergelassen, die hier vorwiegend Windsurfschulen, aber auch kleinere Pensionen betreiben. Entsprechend international ist das Flair in diesem Ort, der praktisch
nur aus einer Durchgangsstraße besteht. Links und rechts der Straße befinden alle öffentlichen Einrichtungen des Dorfes, mit ca. 10.000 Einwohnern.
Für alle Leser, die noch keine Unterkunft haben, ist das Hotel Occidental Estrella de Mare empfehlenswert, direkt am Ortseingang, von Sosua kommend, gelegen.
Nachdem ich die nähere Umgebung von Puerto Plata jetzt abgehandelt habe, möchte ich unseren einzelnen Tagesausflüge, die wir unternommen haben als
nächstes beschreiben.
Vorausgeschickt möchte ich erwähnen, dass wir diese Ausflüge allesamt mit der Fa. Univers-Tours aus Sosua unternommen haben und damit auch sehr zufrieden
waren, so dass ich das Unternehmen auch ohne irgendwelche Einschränkungen weiterempfehlen kann.
Univers-Tours wird von den beiden Deutschen Andreas und Peter, die beide schon seit Jahren in der Dominikanischen Republik, genauer gesagt in Sosua bzw.
Cabarete leben, geleitet und vertreibt sein Ausflugsangebot vorwiegend über das Internet.
Die Firma ist über die deutschsprachige Webseite
Homepage
zu erreichen.
Man kann bereits von hier Kontakt mit Andreas oder Peter aufnehmen, so dass die beiden nach den individuellen Ansprüchen eines jeden Gastes ein Ausflugspaket
ausarbeiten und dies nach Ankunft im Urlaubsland persönlich mit den Gästen durchsprechen.
Ziel von Univers-Tours ist es, den Gästen das Land abseits der ausgetretenen touristischen Pfade näherzubringen.
Was uns besonders gefreut hat, war die Durchführung der Touren in kleinen Gruppen, also keine Massenaufläufe und die qualifizierten Ausführungen von
Tour-Guide Andreas, der jede Menge Informationen für uns bereit hielt, die man manchmal auch in einschlägigen Reiseführern vergeblich sucht.
Also, Univers-Tours kann von uns nur empfohlen werden und sollte uns unser Reiseweg wieder mal in die DR verschlagen, so werden wir sicherlich wieder dieses
qualifizierte Ausflugsbüro in Anspruch nehmen. Hinzu kommt, dass diese Touren meistens noch um einiges preiswerter sind, als die Ausflugsangebote der großen
Reiseveranstalter.
So jetzt komme ich aber endlich zu unseren Touren:
Unsere erste Tour, die wir gleich am dritten Tag nach unserer Ankunft unternahmen führte uns in die Hauptstadt der Dominikanischen Republik, nach Santo Domingo.
Santo Domingo liegt ganz im Süden der Republik, so dass wir die Insel von Nord nach Süd durchqueren mussten und hierbei handelt es sich um eine Entfernung
von fast dreihundert Kilometern. Daher erfolgte unsere Abfahrt schon morgens in aller Frühe um 06.00 Uhr.
Unsere Fahrt begann in östlicher Richtung über Cabarete, entlang der weitläufigen Playa Cabarete bis Sabaneta de Yasica. Hier verließen wir die Nordküstenstraße
um die südliche Landstraße in Richtung Moca zu befahren.
Dieser Ort mit knapp 50.000 Einwohnern ist die Hauptstadt der Provinz Espaillat und wurde bereits im frühen 18. Jahrhundert gegründet. Der Ort ist heute bekannt für
seinen Kakao- und Kaffeeanbau, der an den Hängen rund um die Stadt gut gedeiht.
Von hier ging die Fahrt weiter in südöstlicher Richtung bis La Vega, nicht zu verwechseln mit der amerikanischen Spielerstadt Las Vegas, quer durch das Cibao-Tal.
Zwischen der nördlichen Gebirgskette, der Cordillera Septentrional und der zentralen Gebirgskette, der Cordillera Central erstreckt sich dieses Tal. Schon von Kolumbus
wurde diese Region, die sich von Bonao im Südosten über La Vega und Santiago de los Caballeros bis nach Monte Cristi im Nordwesten erstreckt, als La Vega Real,
also königliches Tal, bezeichnet.
Diese über alle Maßen fruchtbare Tal erstreckt sich über eine Länge von 220 Kilometern und ist fast 40 Kilometer breit. Hier gedeiht von Tabak über Reis, Kaffee und Kakao,
Bananen bis hin zum Zuckerrohr einfach alles und kann durchaus als "Korn- und Fruchtkammer" des Landes bezeichnet werden.
Die Landschaft des Cibao-Tales erinnerte mich streckenweise an das deutsche Voralpenland.
Der fruchtbare Boden des Tales wird durch zwei Flüsse bewässert, durch den Rio Yuna nach Osten und dem Rio Yaque del Norte nach Westen.
Aufgrund ihrer Fruchtbarkeit zählt das Cibao-Tal zu den wohlhabenden Gegenden des Landes, viele Großgrundbesitzer haben hier ihre Anwesen.
Zentrum und Handelsmetropole der Gegend ist Santiago de los Caballeros, mit fast 80.000 Einwohnern zweitgrößte Stadt der Dominikanischen Republik, die wir aber
aus zeitlichen Gründen nicht besuchen konnten.
Zurück zu La Vega, dieser Ort wurde bereits im 17. Jahrhundert fast auf den Überresten der Vorgängerin La Vega Vieja, welches im Jahre 1562 von einem Erdbeben
vollkommen zerstört wurde, von den spanischen Kolonialherren gegründet. Die Überreste der ursprünglichen Siedlung liegen heute rund 5 Kilometer nördlich der Stadt und
können selbstverständlich, genug Zeit vorausgesetzt, besichtigt werden. Da der Ort das fruchtbare Cibao-Tal nach Süden hin begrenzt, wird er auch das
"Südliche Tor zum Cibao" genannt.
Berühmt ist La Vega für seinen farbenprächtigen Karneval, der hier Ende Februar/Anfang März ausgelassen und fröhlich mit vielen teuflischen Dämonen (Diablos cojuelos)
gefeiert wird.
Vielleicht noch erwähnenswert, dass La Vega über eine technische Universität und eine Agrarhochschule verfügt, die beide einen guten Ruf innerhalb des Landes haben.
Die Strecke zwischen La Vega und Santo Domingo wurde in den letzten Jahren autobahnmäßig ausgebaut und stellt mittlerweile die wichtigste Verkehrsader des Landes dar.
Offiziell heißt sie Carretera Duarte, inoffiziell aber auch Carretera Nr. 1. Ich schreibe zwar hier von einer Autobahn, aber auch Fahrradfahrer, Trecker oder auch Schubkarren
sind auf dieser Straße nichts ungewöhnliches. Für Selbstfahrer gilt also weiterhin besondere Vorsicht, man ist schließlich nicht in Deutschland.
Die Route führt auch weiterhin durch Innenstädte, so fährt man als nächstes durch La Ceiba und an Bonao vorbei, beides recht unbedeutende Niederlassungen,
so dass ich mir hier eine Beschreibung dieser Ortschaften spare.
Über Piedra Blanca und Villa Altagracia kommen wir der Hauptstadt immer näher, man merkt dies auch daran, dass der Autoverkehr immer mehr zunimmt. Von hier
sind es nur noch gut 40 Kilometer bis Santo Domingo.
Um so näher man der quirligen Metropole an der Südküste kommt, so dichter wird der Verkehr. Es scheint, als ob sich alle Dominikaner in Richtung ihrer Hauptstadt
bewegen. Tatsächlich ist Santo Domingo aber auch das Handels- und Wirtschaftszentrum und die erste koloniale Adresse der Inselrepublik. Hier floriert das Leben,
hier wird gehandelt und hier werden Geschäfte gemacht, hier ist das Wirtschaftszentrum, der Sitz der Regierung und gleichzeitig das Herz der Dominikanischen Republik.
Die Stadt ist der vollkommene Gegensatz zum beschaulichen Rest des Landes, man meint, man kommt von der "Dritten in die Erste, zumindest aber in die Zweite Welt".
Im Zentrum Santo Domingos ist praktisch alles zu haben, von jedem erdenklichen Luxus bis hin zu jeder Kleinigkeit. Leider nur für die ganz erhabene Oberschicht,
für einen sehr geringen Prozentsatz der Bevölkerung. Eine bittere, aber dennoch reale Wahrheit, wie sie mir schon so oft in Ländern der "Dritten Welt" begegnet ist,
ob es zum Beispiel in Colombo (Sri Lanka), Caracas (Venezuela), San Jose (Costa Rica) Bogota (Kolumbien) oder auch Panama City (Panama) der Fall war. Es ist überall
das gleiche Bild: Reichtum und absolute Armut oder Erste und Dritte Welt, liegen manchmal sehr nah beieinander, manchmal selbst nur durch eine Straße getrennt.
Vielleicht aber zunächst einmal ein paar Ausführungen zur Geschichte der "Ältesten Stadt der Neuen Welt".
Zwischen 1496 und 1498 errichtete der Bruder von Kolumbus, Bartolome Colon, mit korrektem Namen hieß der Entdecker der Neuen Welt ja Christobal Colon,
auf Geheiß seines Bruders am Ostufer des Rio Ozama eine neue Siedlung, die Isabela Nueva getauft wurde. Diese Niederlassung wurde aber bereits im Jahre 1502 von
einem Wirbelsturm wieder vernichtet, so dass ein kompletter Neuaufbau erforderlich wurde. Der zum neuen Gouverneur ernannte Nicolas de Ovando errichtete die
Siedlung aber diesmal auf dem westlichen Uferstreifen des Stromes. Diese erhielt dann den Namen Santo Domingo de Guzman, nach dem Gründer des
ersten Dominikanerordens.
Santo Domingo erlebte einen schnellen Aufstieg:
Im Jahre 1504 wurde die Niederlassung Sitz des ersten bischöflichen Bistums der Neuen Welt und
nur 5 Jahre später schon Hauptstadt von Neu-Spanien (Nueva Espana).
Vom spanischen Königshaus wurde Diego de Colon, Sohn des Kolumbus erster Vizekönig des spanischen Vizekönigreiches. Unter seiner Regie wurde auch der Aufbau
der Stadt im schachbrettartigen Muster vorgenommen, deren Form später vielen anderen Kolonialstädten in Lateinamerika zum Vorbild diente und vielfach nachgeahmt
wurde.
Unter Diego de Colon entwickelte sich Santo Domingo schnell zum führenden Handelszentrum und zum Ausgangspunkt für neue Eroberungen der spanischen Kolonialherren
im lateinamerikanischen Raum.
Diese Entwicklung stockte jedoch mit der Entdeckung neuer und größerer Goldfunde in Mittel- und Südamerika, so dass es die die goldhungrigen Spanier schnell weiter zog.
Im Jahre 1535 musste Santo Domingo auch seinen Titel als Hauptstadt von Neuspanien an Mexiko (heute Mexiko-City) abtreten.
Da die Stadt danach nicht mehr so gut bewacht wurde, nutzten dies viele europäische Piraten, um Santo Domingo zu überfallen und zu plündern. Höhepunkt dieser Attacken
war 1586 der Überfall des britischen Freibeuters Francis Drake, der die Stadt nicht nur ausplünderte, sondern hinterher auch noch durch ein Großfeuer dem Erdboden
gleichmachte. Der Pirat wurde später für seine ruhmreichen Taten vom englischen Königshaus mit dem Adelstitel "Sir" ausgezeichnet.
Von diesem Schlag erholte sich Santo Domingo nur schwerlich; hinzu kamen noch einige verheerende Erdbeben, die die Stadt in ihrer Entwicklung immer wieder zurückwarfen,
so dass die Stadt über mehrere Jahrhunderte nur noch ein Schattendasein fristete.
Einen neuen Aufschwung erlebte die Metropole erst im 19. Jahrhundert, zu Beginn des Zuckerbooms. In diese Zeit (1844) fiel auch die Staatsgründung durch den
Diktator Trujillo, der Santo Domingo in Ciudad Trujillo umbenennen und zu einer Weltstadt machen wollte. Unter seiner Herrschaft sind auch großzügige Prachtbauten und
aufwendige Straßen entstanden. Unter anderem auch der prächtige Uferboulevard Malecon.
Nach dem tödlichen Attentat auf den Diktator im Jahre 1961 folgten für das Land und auch für die Hauptstadt einige turbulente und hektische Jahre
(u. a. Besetzung durch die USA), bis Joaquin Balaguer im Jahre 1966 die Regierungsgeschäfte übernahm und einen weiteren Ausbau der Hauptstadt einleitete.
Balaguer ist übrigens erst Mitte 2002 verstorben. Unter seiner Regie erfolgte dann der weiter Auf- und Ausbau der Stadt bis hin zum heutigen Stand einer Millionenstadt.
Unter seine Regie fiel zum Beispiel auch die Errichtung des Kolumbusgrabmals Faro de Colon, zu dem ich im weiteren Verlauf dieses Berichtes noch kommen werde.
Heute hat Santo Domingo zwischen 3,5 und 4,5 Millionen Einwohnern, eine genaue Zahl gibt es nicht und kann auch aufgrund der ständigenZuzüge durch die Landflucht
wohl kaum genau ermittelt werden, mit allen Vor- und Nachteilen einer lateinamerikanischen Millionenstadt.
Wie schon zuvor gesagt, merkt man die Nähe der Hauptstadt schon kilometerweit, bevor man diese erreicht. Es wird zunehmend hektischer, der Verkehr nimmt zu
und die Häuser werden höher.
Unser erster Besichtigungspunkt in Santo Domingo sollte das Acuario Nacional in der Avenida Espana sein. Hier kann man die karibische Unterwasserwelt (Flora und Fauna)
gefahrlos besichtigen. Entgegen der offiziellen Ankündigung (täglich geöffnet von 10.00 bis 17.00 Uhr) ist montags jedoch Ruhetag, so dass wir vor verschlossenen
Türen standen und weiterfahren mussten.
Danach waren die Natursteingrotten von Tres Ojos, dies bedeutet drei Augen, unser nächstes Ziel, gelegen in der Avenida Las Americas und geöffnet täglich ebenfalls
von 10.00 und 17.00 Uhr. Die Grottendecke ist im Laufe der Jahre teilweise eingestürzt, so dass sich in den Jahren eine dschungelartige Natur, die teilweise unter der Erde
und teilweise im Freien liegt, entwickelt hat. Man hat manchmal den Eindruck, sich in einem unterirdischen Regenwald befindet. Hier leben viele Fledermäuse, tropische
Vögel wie zum Beispiel Kolibris und viele Wasserschildkröten.
Hauptattraktion der Grotten sind jedoch die drei unterirdischen Seen, daher auch der Name "drei Augen", die teilweise unter der Höhlendecke, aber auch zum
Teil im Freien liegen.
Die Natursteingrotten sind in jedem Falle einen Besuch wert.
Unsere weitere Besichtigungstour innerhalb Santo Domingos führte uns zum Faro de Colon, dem Leuchtturm des Kolumbus und zum 500. Jahrestag der "Entdeckung Amerikas"
im Jahre 1492 durch den unter spanischer Flagge segelnden Kolumbus errichtet, wurde der Betonkoloss bis zur feierlichen Eröffnung im Jahre 1992 errichtet.
Der "Leuchtturm des Kolumbus" hat gewaltige Ausmaße, er ist 240 Meter lang, 34 Meter breit und bis zu 46 Meter hoch. Damit stellt dieser Koloss mit Sicherheit eines der
größten Mausoleen der Gegenwart dar, eigentlich nur mit den ägyptischen Pyramiden aus grauer Vorzeit vergleichbar.
Vom ehemaligen Präsidenten Balaguer wurde das Bauwerk auch gerne das achte Weltwunder genannt. Bei einem Land der dritten Welt und den für das Monument
aufgebrachten 150 Millionen US-Dollar eine wahrhaft treffende Bezeichnung, aber aus einem anderen Grunde, als den den Balaguer dafür im Sinn hatte. Und das ganze
für einen mehr als fraglichen Entdecker, der den Ureinwohnern der Insel und der gesamten Karibik nur Krankheiten und Tod brachte.
Auch aus diesem Grunde war der Bau des Grabdenkmals von Anfang an ein Politikum und ist es auch heute noch. Wenn man bedenkt, dass für die Errichtung des Bauwerks
ganze Armenviertel dem Erdboden gleich gemacht und die Bewohner in andere Stadtviertel umgesiedelt wurden, durchaus verständlich.
Der Faro de Colon hat im Grundriss die Form eines lateinischen Kreuzes und ist mit 146 Laserstrahlern bestückt, die bei Dunkelheit ein Lichtkreuz mit 350.000 Watt in den
karibischen Himmel strahlen sollen und das in einer Stadt und in einem Land in dem fast jeden Tag der Strom für mehrere Stunden ausfällt ist das vielleicht das neunte Weltwunder?
Bei der erstmaligen Inbetriebnahme fiel auf jeden Fall in ganz Santo Domingo komplett der Strom aus, die Transformatoren, die für solch eine Energieleistung gar nicht
ausgelegt sind, brannten durch und es herrschte das totale Chaos.
Aus diesem Grunde werden die Laserstrahler heute auch nur noch bei hohen politischen und kirchlichen Feiertagen in Betrieb genommen. Das Laserkreuz, was eigentlich
in der ganzen Karibik, so war es geplant, zu sehen sein sollte, ist noch nicht einmal an der Nordküste zu sehen.
Also eine komplette Fehlinvestition, die auf der Idee eines größenwahnsinnigen Präsidenten, der sich vielleicht auch selbst ein Denkmal setzen wollte?
Tatsache ist und bleibt jedoch, dass der Faro de Colon sich zu einer der größten Touristikattraktionen Santo Domingos entwickelt hat, obwohl die meisten Touristen nur für
einen kurzen Fotostopp, wie wir übrigens auch, Halt machen und sich dann anderen und interessanteren
Sehenswürdigkeiten der Stadt zuwenden.
Der Faro de Colon wird zwar heute als letzte Ruhestätte von Christoph Kolumbus bezeichnet, ob seine Überreste aber, tatsächlich hier aufgebahrt werden, ist mehr als fraglich.
Tatsache ist, dass Kolumbus im Jahre 1504 seine letzte "Westindienreise" durchführte und zwei Jahre später am 20. Mai 1506 in Valladolid in Spanien verstarb. Hier wurde er
auch beigesetzt. Mehr als 30 Jahre später wurde sein angeblich letzter Wunsch erfüllt und seine Überreste nach Santo Domingo überführt und in der dortigen Kathedrale
nochmals beigesetzt. Spanien musste 1795 die Insel Hispaniola an Frankreich abtreten. Um die Überreste Kolumbus zu retten, wurde einer der Särge aus der Kolumbus-Gruft,
in dem ja auch noch einige seiner Verwandten bestattet waren, nach Havanna auf Kuba geschafft und dort erneut beigesetzt. Dieser verblieb dort, bis zur kubanischen
Unabhängigkeit, die Kuba 1898 erhielt. Die ehemaligen spanischen Kolonialherren wollten aber ihren Entdecker auf spanischem Boden wissen und schafften den Sarg
dann wieder in ihr Heimatland, wo der Sarg in der Kathedrale von Sevilla erneut beigesetzt wurde.
11 Jahre vorher, genauer gesagt am 10. September 1877 wurde aber bei Bauarbeiten in der Kathedrale von Santo Domingo ein Sarg gefunden, dessen Inschrift eindeutig
auf die Überreste von Kolumbus verwies. Dieser wurde 1992 auch im Faro de Colon beigesetzt. Der ursprünglich von Havanna nach Sevilla überführte Sarg verblieb auch dort,
so dass es jetzt zwei Varianten über das Grabmal des Kolumbus, eine spanische und eine dominikanische, gibt. Die Spanier behaupten weiterhin, Kolumbus ruhe in Sevilla,
während die Dominikaner darauf bestehen, dass Christobal Colon seine letzte Ruhe in Santo Domingo gefunden hat.
Die Wahrheit wird wohl niemals mehr ans Licht kommen. Es bleibt also jedem selbst überlassen, ob er sich am Faro de Colon an der letzten Ruhestätte des Kolumbus
wähnt oder nicht. Wie gesagt, die Wahrheit wird wohl niemand mehr ergründen.
Jetzt aber weiter zu unserer Santo Domingo-Tour, um in das historische Viertel Santo Domingos, der Zona Colonial zu gelangen, mussten wir den Rio Ozama über die
Puente Ramon Matias Mella überqueren.
Das Kolonialviertel Santo Domingos liegt im südöstlichen Bereich der Stadt, am Westufer des Rio Ozama un
d ist eigentlich die Geburtsstätte der Neuen Welt, der Ort an dem alles begann. Ich komme daher leider nicht umhin hier ein paar weitergehende Ausführungen zur Geschichte
Santo Domingos zu machen. Wen dies langweilt, oder wer an Geschichte nicht interessiert ist, kann diese Zeilen ruhig überschlagen, aber ich werde versuchen, dies so
ansehnlich und lebendig wie eben möglich zu schildern.
Vorausgeschickt möchte ich erwähnen, dass die gesamte Kolonialzone Santo Domingos von der UNESCO 1990 als Weltkulturerbe der Menschheit unter Denkmalschutz
gestellt wurde und dies meiner Meinung nach auch redlich verdient hat.
Das Altstadtviertel Santo Domingos kann mit Highlights nur so strotzen, nicht umsonst hat die Zona Colonial einiges zu bieten:
· Das älteste und damit erste Steinhaus der Neuen Welt (Alcazar de Colon).
· Die erste Kathedrale Amerikas (Santa Maria la Menor).
· Das erste Krankenhaus außerhalb Europas (San Nicolas de Ovando).
· Die erste gepflasterte Straße in Neuspanien (Calle de las Damas), sowie
· Die erste Universität Amerikas.
Falls der Reiseleiter nicht schon eine Route parat haben sollte, beginnt man eine Besichtigung der Kolonialzone am besten am zentralen Platz, dem Parque Colon.
Hier befindet sich die Bronzestatue des Kolumbus, dem Monumento Christobal Colon, von dem Sockel schaut der große Seefahrer westwärts blickend neuen Zielen entgegen.
Der große Platz wird im Westen begrenzt durch das Rathaus, der Casa Consistorial, von dessen ursprünglicher Architektur nach einem Umbau vor gut 100 Jahren leider fast
nichts mehr zu erkennen ist.
Die Ostseite des Parque Colon wird begrenzt durch den Palacio de Borgella, der ungefähr 1825 durch die Haitianer in deren Besatzungszeit erbaut wurde. Heute sind hier die
Hauptpost und ein Touristenbüro untergebracht.
Im südlichen Bereich des Platzes findet man die Kirche Santa Maria la Menor, die älteste christliche Kirche der Neuen Welt. Sie wurde in den Jahren 1521 bis 1540 erbaut,
für die damalige Zeit eigentlich eine recht zügige Arbeit, aber an versklavten Arbeitskräften, die unter unmenschlichen Bedingungen zu Tode geschunden wurden, hat es
den Spaniern ja nie gemangelt. Als Francis Drake Santo Domingo im Jahre 1586 überfiel und ausplünderte wurde das Inventar der Kirche stark beschädigt, da die Piraten
diese als Unterkunft nutzten.
Wie schon zuvor erwähnt, wurden in dieser Kirche im Jahre 1877 bei Renovierungsarbeiten ein Sarg gefunden, dessen Inschrift eindeutig auf Kolumbus hinwies.
Dominiert wird die Zona Colonial von der weitläufigen und großräumig angelegten Plaza de Espana. Dieser Platz wurde 1991 im großen Stil renoviert, seit dem ziert die
Fläche keine Palme und kein Baum mehr, daher wird die Plaza de Espana im Sprachgebrauch der Dominikaner Plaza del Solazo, also Platz des Sonnenstichs genannt.
Am westlichen Rand des Platzes, oberhalb des Rio Ozama befindet sich die eigentliche Hauptattraktion des Altstadtviertels, das erste Steinhaus Amerikas, der Alcazar de Colon.
Trotz des Namens, Christoph Kolumbus hat in diesem Haus nie gewohnt, sondern sein Sohn Diego de Colon, der erste Vizekönig der Neuen Welt und seine Frau Maria de Toledo
residierten hier und verwalteten die neu eroberten Länder Lateinamerikas von hier aus, allerdings nur bis 1535 der Sitz des Vizekönigs nach Mexiko verlegt wurde.
Erbaut wurde der Palast von indianischen Zwangsarbeitern aus Korallenstein, ohne Verwendung von Schrauben oder Nägeln, eine bautechnische Meisterleistung.
Der Alcazar de Colon thront an strategisch wichtiger Stelle, oberhalb des Rio Ozama. Von hier konnten die vom Karibischen Meer her einlaufenden Schiffe leicht kontrolliert
werden. Von den vor dem Palast stationierten Kanonen konnte der gesamte Flussbereich mit den Kugeln bestrichen werden.
Das ursprünglich vorhandene Mobiliar existiert nicht mehr, dies wurde, wie so vieles, von den Freibeutern des Francis Drake zerstört, auch der Palast selbst wurde stark
in Mitleidenschaft gezogen. Das heute vorhandene Mobiliar stammt aus dem 16. und 17. Jahrhundert und wurde von Spanien für die Wiederherstellung des Gebäudes gestiftet,
nach dem das Objekt lange Jahre verfiel. Mit dem Wiederaufbau wurde erst in den fünfziger Jahren begonnen, nachdem der dominikanische Staat lange Jahre kein Interesse
am Wiederaufbau hatte und hierfür auch die finanziellen Mittel fehlten. Erst als die UNESCO Gelder zur Verfügung stellte, konnte das Gebäude in alter Pracht wieder hergestellt
werden.
Heute kann man alle Räume besichtigen und bekommt einen schönen Eindruck in die Lebensweise der großen Eroberer.
Südlich der Plaza de Espana, hinter den Casas Reales und der Capilla de los Remedios beginnte die Calle de las Damas, die älteste, gepflasterte Straße der Neuen Welt.
Sie endet im südlichen Bereich der Zona Colonial und mündet in die Uferpromenade Santo Domingos, dem Malecon, Flaniermeile der Hauptstadt.
Zwar gibt es im Kolonialviertel Santo Domingos noch weitere wichtige Sehenswürdigkeiten, die wir aber aus Zeitgründen leider nicht besichtigen konnten und wir noch
andere Dinge sehen wollten.
Über die Hauptstraße, der Avenida Mella erreicht man die große Markthalle, den Mercado Modelo. Hier bekommt man vorwiegend Kunsthandwerk und Souvenirs,
aber auch Obst und Gemüse zu kaufen. Südlich des Marktes liegt die verkehrsreiche Avenida Duarte, an der viele Geschäfte liegen.
Von hier ist auch die Fußgängerzone der Hauptstadt, die Calle Conde zu erreichen an deren oberen Ende sich die Puerta la Conde mit dem alten Stadttor, auf dem erstmals
im Jahre 1844 die dominikanische Flagge gehisst wurde, anschließt.
Dahinter folgt der Platz der Freiheit, der Parque de la Independencia in dessen Mitte der "Altar des Vaterlandes", im spanischen also der Altar de la Patria zu finden ist.
Hier ruhen die Helden der Unabhängigkeitsbewegung von 1844
Juan Pablo Duarte,
Francisco del Rosario Sanchez und
Ramon Mella.
Diesen Staatsleuten verdankt die Dominikanische Republik ihre Unabhängigkeit, entsprechend werden sie und ihr Lebenswerk durch dieses Denkmal und eine
ständige Ehrenwache gewürdigt.
Nach den langwierigen, aber sehr interessanten Besichtigungen nahem wir noch in einem typischen dominikanischen Lokal eine gute Mahlzeit ein, bevor wir die lange
Rückfahrt an die Nordküste antreten mussten.
Auf der Rückfahrt wurde nochmals ein Fotostopp oberhalb des Cibao Tales an einem gemütlichen Bergrestaurant eingelegt, um hier noch einige schöne Bilder zu schießen
und ein gutes Presidente zu trinken. Abend gegen 18.30 Uhr erreichten wir nach einem tollen und erlebnisreichen Tag wieder unser Hotel.
Als Fazit bleibt festzuhalten, dass Santo Domingo, auch von der Nordküste unbedingt einen Besuch wert ist. Für eine ausführlichere und intensivere Besichtigung der
Hauptstadt sollte man jedoch besser eine 2-Tagestour einplanen, denn hat man die Möglichkeit, sich intensiver und eingehender mit der Geschichte des Landes zu befassen.
Wem jedoch mit einem groben Überblick über Santo Domingo gedient ist, für den ist diese Tagestour genau das Richtige.
Nach einigen geruhsamen Tagen in unserem hervorragenden Hotel führte uns die zweite Tour entlang der Nordküste in östlicher Richtung zur Halbinsel Samana.
Da eine Fahrstrecke, entang der eigentlich recht gut ausgebauten Carretera 5, auf dieser Tour rund 250 Kilometer beträgt, erfolgte die Abfahrt morgens in aller
Frühe um 07.00 Uhr.
Die Fahrt führte uns zunächst einmal durch den zuvor beschriebenen Nachbarort Cabarete. Die Streckenführung ging danach leider ein paar Kilometer ins Landesinnere,
so dass von den herrlichen Palmenstränden entlang der Nordküste nicht all zu viel zu sehen war. Auch der berühmte Playa Grande wurde von uns links liegengelassen.
Oberhalb des Strandes auf einer Klippe liegt die AI-Anlage Caribean Village.
Das Hinterland wird vor allem geprägt durch Vieh- und Weidewirtschaft. Auffallend auch hier die große Anzahl Rinder europäischer Herkunft.
Am Ende des "großen Strandes liegt die Stadt Rio San Juan, rund 70 Kilometer von Sosua entfernt. In diesem typischen dominikanischen Provinznest leben die ansässigen
Menschen weitestgehend von der Fischerei und von der Viehwirtschaft.
Der Ort ist eigentlich ein typischer dominikanischer Provinzort, dessen Bewohner vorwiegend von Vieh- und Weidewirtschaft und der Fischerei leben, wenn da nicht die
Laguna Gri Gri wäre.
Hier machten wir auch den ersten Stopp auf unserer Tour nach Samana. Bei der Lagune handelt es sich um einen von Mangrovenwäldern gesäumten Kanal, der ins offene
Meer mündet. Am Ende der Hauptstraße von Rio San Juan, der Calle Duarte befindet sich ein kleiner See, auf dem etliche Ausflugsboote, die auf Tagestouristen warten, vor
sich hin dümpeln. Von hier starten die Boote zu den Rundfahrten durch die Mangrovenwälder.
In der Laguna Gri Gri kommen viele seltene Wasservögel, wie verschiedene Reiher- und Pelikanarten, aber auch Greifvögel wie Geier vor. Die Gewässer sind selbstverständlich
auch sehr fischreich, durch das dunkle Gewässer kann man jedoch nur selten Fische erblicken.
Anders ist dies aber bei dem vorgelagertem Korallenriff im offenen Atlantik. Bei gutem Wetter und entsprechendem Sonnenschein kann man hier viele Korallenfische vom
Boot aus beobachten. Wir hatten nicht so viel Glück, da leider gerade ein paar Wolken aufgezogen waren und aufgrund der Lichtverhältnisse keine Meeresbewohner
zu erkennen waren.
Übrigens kommen in der Laguna Gri Gri die eher selteneren roten Mangroven vor, was man an den Bruchstellen der Pflanzen gut an der Farbe des Holzes zu erkennen ist.
Bei Tagestouren geht die Bootsfahrt noch weiter entlang der Küste weiter, wo man in einige Höhlen hineinfahren kann. Für uns war der Abstecher zur Lagune nach der
Bootsfahrt auch vorbei und die Busfahrt ging weiter. Vielleicht noch ein abschließendes Wort zur Laguna Gri Gri, bei einer Tagestour nach Samana kann man diese
Sehenswürdigkeit ruhig mitnehmen, für einen eigenen Ausflug bieten der Ort Rio San Juan und die Lagune zu wenig Sehenswertes.
Den nächsten Ort, den wir auf unserem Trip erreichten, war Nagua, die Hauptstadt der Provinz Maria Trinidad Sanchez, mit über 50.000 Einwohnern eine der größeren
Städte der Dominikanischen Republik. Allerdings bietet dieser Ort für Touristen eigentlich gar nicht viel erwähnenswertes. Die Provinz hat ihren Namen von der gleichnamigen
Frau, die hier im Ort im Jahre 1844 die erste dominikanische Fahne nähte. Eine Statue im städtischen Park erinnert heute noch hieran.
An dieser einzigen erwähnenswerten Tatsache kann man ersehen, dass Nagua touristisch wirklich nichts sehenswertes zu bieten hat.
Bei La Majagua erreicht man endlich das Tropenziel "Halbinsel Samana". Dies ist zu Fuß oder per Fahrzeug erst seit gut 300 Jahren möglich, vorher trennte der Rio Yuna
die heutige Halbinsel Samana von Hispaniola, jedoch sorgte der Fluss mit seinen Schlamm- und Geröllablagerungen dafür, dass eine Landverbindung zwischen der kleinen
und der großen Insel Hispaniola entstand.
Bereits im Jahre 1493 wollte Kolumbus auf Samana landen, hier wurden er und seine Männer jedoch von einem Hagel von Pfeilen der hier heimischen Ciguayos empfangen,
so dass die Eroberer unverrichteter Dinge weitersegeln mussten. Die Bucht von Samana erhielt daher von den Spaniern den Namen Bahia de las Flechas, also Bucht der Pfeile,
was auf eine gewisse Hochachtung der Spanier den Ureinwohnern gegenüber schließen lässt.
Jedoch konnten die Ciguayos ihr Paradies nicht für immer für sich allein behalten, denn immer mehr Fremde, ob es Piraten oder auch Einwanderer aus dem Süden der USA
waren, der Vergang des Paradieses für die Ureinwohner war längst beschlossene Sache.
Heute gehört Samana mit Sicherheit zu den schönsten Gegenden der Dominikanischen Republik und die Bilderbuchstrände der Halbinsel müssen sich nicht hinter den
schönsten Stränden der Karibik verstecken. Schneeweiß, kilometerlang und oft menschenleer erstrecken sie sich entlang des smaragdgrünen Atlantiks.
Hier wird für diejenigen, die noch nie die Traumstrände der Karibik gesehen haben, der Traum aus dem Ferienkatalog war. Das Wasser ist warm wie in der Badewanne,
der Sand mehr heiß als warm und die Strände unendlich lang und weiß.
Für uns, die wir ja schon einige Länder bereist haben, waren nur die Strände auf den San Blas Islands auf Panama schöner, aber das sind ja auch Inseln wo nicht jeder Tourist
hinkommt, weil dieses Paradies in keinem Reisekatalog angeboten wird.
Seitens der Regierung war geplant, den nur 10 Kilometer von der Provinzhauptstadt Santa Barbara de Samana entfernten Regionalflughafen Arroyo Barril zu einem
internationalen Airport auszubauen, die Fertigstellung war bis 1998 geplant, aber wie wir selbst feststellen konnten, hat sich bis auf eine autobahnähnliche Zufahrt, die allerdings
nur geschottert ist, nichts getan. Anscheinend fehlt es dem Staat an den erforderlichen Finanzmitteln. Einerseits ist dies gut, denn so bleibt die relative Idylle auf der Halbinsel
gewahrt, andererseits müssen Gäste, die auf Samana gebucht haben, nach der Landung in Puerto Plata noch drei bis vier Stunden Busfahrt auf sich nehmen. Entscheide
jeder für sich selbst, was ihm wichtiger ist, wenn der Staat sich jedoch entschließt, die Halbinsel verkehrstechnisch zu erschließen, ist die Frage sowieso geklärt und weder
die Bevölkerung der Halbinsel Samana, noch die Gäste der Region werden jemals hiernach gefragt.
Um bei unserer Tour zu bleiben, wir sind also in Sanchez nach Norden in Richtung Las Terrenas abgebogen, die Entfernung beträgt knapp 40 Kilometer und führt durch
die Hochebene von Samana. Von hier hat man hervorragende Ausblicke, einerseits nach Süden in den Nationalpark Los Haitises und andererseits nach Norden auf die
atemberaubende Atlantikküste der Halbinsel Samana. Die Strecke ist teilweise sehr steil und sehr kurvig. Die höchste Stelle liegt bei 450 Metern. Nachdem man den
Scheitelpunkt überwunden hat, windet sich die Straße in nördlicher Richtung wieder bei bergab und wir erreichten die Stadt Las Terrenas, die durch den Tourismus an der
Nordküste einen starken Aufschwung erlebt hat. Die Einwohnerzahl ist mittlerweile auf 15.000 angestiegen. Viele Bars, Diskotheken und Souvenirgeschäfte sind in den
letzten Jahren entstanden, allerdings ist der Trubel noch lange nicht mit dem in Sosua zu vergleichen.
Vor allem die herrlichen Palmenstrände lockten zunächst italienische und französische Aussteiger hierher. Diese gründeten hier die ersten Hotels, Restaurants und Bars.
Nach und nach siedelten sich in Las Terrenas und Umgebung an. Mit der Zeit sind aber auch die gerade in der Dominikanischen Republik weit verbreiteten AI-Anlagen
entstanden, ohne aber kleineren Hotels ganz verdrängen zu können. Nicht nur aus diesem Grunde hat sich die Gegend seinen gewissen Charme bewahren können.
Die kleineren Hotelanlagen machen einen durchweg gepflegten und ordentlichen Eindruck und liegen vor allem zum größten Teil in unmittelbarer Strandnähe.
In einem dieser kleinen Hotels, dem Isla Bonita mit einem deutschen Eigentümer nahmen wir auch unser Mittagessen ein. Es ist kaum zu glauben, aber zu dieser Zeit
hatte das Hotel gerade mal drei (!) Gäste, ein Wunder, dass das Hotel überhaupt noch geöffnet hatte. An diesem Beispiel kann man aber ersehen, dass die Nachwirkungen
der Terroranschläge des 11. September und die damit verbundene Tourismuskrise hier auf Samana wahrscheinlich noch stärker zu spüren sind, als in den übrigen
Touristengebieten des Landes.
Das Mittagessen, trotz der geringen Gästezahl gab es ein Buffet, war übrigens hervorragend. Nach dem Essen und einer guten, eisgekühlten Flasche Presidente ging
es an den herrlichen Kokospalmenstrand, wo ausreichend Zeit war zum Sonnen, Baden und natürlich zum Ausspannen.
Übrigens weiß ich von Bekannten, dass das El Portillo Beach Resort, ebenfalls eine All-Inclusive-Anlage mit eigener Tauchbasis und einer Landebahn für kleinere Flugzeuge
ein ganz hervorragendes Haus sein soll.
Der Strand war menschenleer und man konnte sich in Gedanken in die Rolle von Kolumbus versetzen, welchen Anblick er bei seiner Ankunft auf Hispaniola hatte.
Vielleicht kann man jetzt seinen Ausspruch: "Nie habe ich Schöneres gesehen ....." verstehen.
Der lange Strand der Playa Bonita eignet sich selbstverständlich auch hervorragend für endlose Strandspaziergänge. Übrigens ist der Strand auch für Kinder hervorragend
geeignet, denn der Strand fällt seicht ab und das Wasser im Uferberich ist nicht nur kristallklar, sondern auch ziemlich flach. Hinzu kommt ein vorgelagertes Riff, dass den
Strandberich vor hohen Wellen und Haien schützt.
Dieses Riff ist auch bei Tauchern und Schnorchlern beliebt. Entsprechende Ausflüge werden von den örtlichen Hotels organisiert, die auch die erforderlichen Ausrüstungen
können dort ebenfalls gemietet werden. Beim Hausriff kann man Barracudas, Schwert-, Koffer-, Igel- und Papageienfische beobachten. Aber auch die sehenswerten
Teppiche aus Seeanemonen kann man hier bestaunen.
Teilweise kommen die harmlosen Meeresbewohner aber auch bis in Strandnähe, so dass man sie stehend im Wasser beobachten und bestaunen kann.
Die herrlichen Stunden an der Playa Bonita gingen viel zu schnell vorüber, bis wir unsere Rückfahrt antreten mussten. Als Fazit kann ich festhalten, dass die Halbinsel Samana
durchaus einmal einen eigenen Urlaub wert sein dürfte, für einen Tagesausflug ist die Zeit doch sehr knapp bemessen, hier sollte sich jeder überlegen, nicht doch die
2-Tagestour zu buchen. Dann hat man deutlich mehr Zeit für seine Erkundungen und man muss nicht dauernd auf die Uhr schauen.
Meines Wissens ist bei einer 2-Tagestour auch ein Besuch der sogenannten Bacardi-Insel Cayo Levantado inklusive, obwohl dieses Touristenziel mittlerweile ziemlich von
Tagestouristen überlaufen sein soll.
Nach einem erlebnis- und sonnenreichen Tag traten wir nach unserem Strandaufenthalt den Heimweg an, dank unserer kleinen Reisegruppe mussten wir auch nicht
reihenweise verschiedene Hotels abklappern, sondern fuhren direkt zu unserem LTI Sol de Plata Hotel.
Nach einem sehr guten Abendessen in einem unserer Hotel-Restaurants ließen wir den erlebnisreichen Tag an unserer Strandbar bei einigen gut gekühlten Drinks,
überraschend guten Weinen und natürlich dem guten Presidente ausklingen. Allerdings hatte der doch recht anstrengende Tag an den Kräften gezehrt, so dass dann
doch einige Zeit vor Mitternacht Bettruhe angesagt war.
Die nächsten Tage nutzten wir zum wieder einmal zum Ausspannen im Hotel, denn ein Urlaub in der Dominikanischen Republik soll ja nicht nur eine Entdeckungstour sein,
sondern auch der Erholung dienen. Deshalb habe ich hier auch keine Scheu, zu erwähnen, dass wir uns in der anschließenden Zeit auch mal ausgeruht haben und uns
eventuell aufkommende Langeweile durch zahlreiche Besuche in den verschiedenen Pools und Bars versüßt haben. Sind wir mal ehrlich, so ein All-Inclusive-Aufenthalt
muss auch mal dazu da sein, um ein bisschen die Seele baumeln zu lassen und zu entspannen.
Also relaxten wir ein paar Tage, bevor wir unsere nächste Tour antreten sollten. Hier muss ich einmal erwähnen, dass wir uns vorgenommen hatten, nur Touren zu
unternehmen, die zur Entdeckung des Landes und seiner Bewohner dienen sollten, Touren wie die sehr oft angebotenen Touren mit "Funny-Bikes" oder ähnlichem sind
für mich nicht landestypisch, die kann ich in jedem anderen subtropischen oder tropischen Land unternehmen, und deshalb verzichteten wir auf diese Unternehmungen,
obwohl diese beim anderen Publikum ganz gut ankamen und wohl auch ganz spaßig sein sollen.
Da diese Touren nicht ganz unser Geschmack sind, machten wir nun unsere nächste Tour in Richtung Westen der DR. Unsere Vorstellung bestand darin, entweder
eine Tages-Tour in das Grenzgebiet mit einem kurzen Abstecher in das Nachbarland Haiti zu machen oder eine Tour für zwei oder drei Tage mit Übernachtungen
dort in Haiti zu bleiben, aber schon vor unserer Abreise in die Karibik brachte mir eine Internetsuche beim Auswärtigen Amt Klarheit darüber, dass eine Einreise nach
Haiti aus politischen und menschenrechtlichen Gründen zur Zeit nicht möglich ist. Nach Aussage des AA herrschen im ungeliebten Nachbarland der Dominikanischen
Republik Chaos, Terror und Lynchmorde, auch an weißen Touristen, seien an der Tagesordnung. Da wir keine Lust verspürten, in Deutschland in der Tagesschau
als Lynchopfer der Haitianer erwähnt und gezeigt zu werden, entschlossen wir uns doch recht schnell dazu, von einer Übernachtung im Nachbarland Abstand zu nehmen.
Hinzu kamen unsere reichlichen persönlichen Erfahrungen in Grenzgebieten von Bürgerkriegsländern siehe Panama/Kolumbien oder auch Sri Lanka/Nordostküste.
Also musste für die Reise gen Westen eine Tagestour herhalten, die von uns später einfach nur die Tour mit Hindernissen genannt wurde. Warum, ja darauf werde ich
später noch zu sprechen kommen.
Pünktlich, wie man es von Andreas von Univers-Tours gewöhnt war, stand morgens der Kleinbus vor unserem Hotel. Die zügige Fahrt ging über Sosua, am Flughafen vorbei,
nach Puerto Plata.
Den Ort Puerto Plata habe ich ja bereits am Anfang dieses Reiseberichts beschrieben, daher hier nur so viel, dass wir an der Festung San Felipe eine kurze Rast einlegten.
Weiter ging die Fahrt in westlicher Richtung, bevor die Nordküstenstraße einen südlichen Schwenk macht und die Tour über die Ortschaften über Imbert und Altamira wieder
in das Cibao-Tal führte, welches wir bei Jose Bisono erreichten.
Über die zuvor genannten Ortschaften gibt es nichts herausragendes oder außergewöhnliches zu berichten, es handelt sich um typische dominikanische Provinzorte, #
die sich eigentlich alle gleichen.
Weiter ging es über kleinere Nebenstraßen, immer in Richtung Westen, der haitianischen Grenze entgegen.
Unterwegs machten wir noch eine Rast bei einer typisch dominikanischen Familie, die uns freundlich mit leckerem Obst, frisch gepresstem Saft und Cashewkernen bewirtete.
Hier konnten wir uns einen Einblick in das Leben einer typisch-dominikanischen Landfamilie verschaffen. Trotz der relativ einfachen Unterkunft herrschte überall peinliche
Sauberkeit und Ordnung. Hieran kann sich so manch "zivilisierter Mitteleuropäer" ein Beispiel nehmen. Von der Freundlichkeit und Gastfreundschaft der Menschen
gar nicht zu reden, ......
Über Sabaneta erreichten wir die Stadt Dajabon, Hauptstadt der gleichnamigen Provinz im Grenzgebiet zu Haiti. Hier findet vier mal wöchentlich ein Grenzmarkt gemeinsam
für Dominikaner und Haitianer statt, auf dem alle möglichen Waren wie Obst und Gemüse, Haushaltswaren und Kleidung sowie weitere Artikel des täglichen Bedarfs
gehandelt werden.
Diese Märkte, es gibt noch drei weitere im Grenzgebiet, in Elias Pina in der Mitte der Insel, in Jimani im Südwesten und in Pedernales, ganz im Süden der Insel, bietet für
beide Bevölkerungsgruppen erhebliche Vorteile für das tägliche Leben. Zum einen können die Haitianer ihr äußerst karges Einkommen durch den Verkauf ihrer Waren,
insbesondere der selbst angebauten Feldfrüchte, aufbessern und zum anderen können die Dominikaner günstig einkaufen. Ferner hat sich im Laufe der Zeit auch ein reger
Tauschhandel entwickelt.
An den Markttagen geht die Sache wie folgt vor sich:
Von Polizeieinheiten wird in den frühen Morgenstunden die Stadt umstellt, damit kein Haitianer die Möglichkeit hat, unbemerkt und unerlaubt aus der Stadt zu verschwinden
und so im Lande zu verbleiben. Hierbei muss man bedenken, dass die Dominikanische Republik für die Leute aus Haiti das Paradies darstellt, die Grenze zwischen
beiden Ländern stellt auch die Grenze zwischen der "Dritten und der Vierten Welt" dar.
Nachdem die Stadt hermetisch abgeriegelt wurde, werden die haitianischen Händler einzeln und in kleinen Gruppen über den Grenzfluss Rio Bernar und durch die dort
befindliche Grenzstation in die Stadt gelassen.
Nach Beendigung des Markttages, so gegen 14.00 Uhr werden die Haitianer wieder über die Grenze in ihr Heimatland geleitet.
Leider bekam unser Guide Andreas kurz vor Dajabon die schlechte Mitteilung, dass der Grenzmarkt schon kurz vor Mittag von Militär und Polizei schon wieder geschlossen
wurde. Begründung für diese Regierungsanordnung war, dass angeblich Viren und Bakterien von den Haitianern mit der gebrauchten Kleidung, die hier zum Kauf und zum
Tausch angeboten wird, eingeschleppt werden. Ein echter Witz und wahrscheinlich nur wiederum ein Grund der dominikanischen Behörden, um das Nachbarland und dessen
Bevölkerung zu diskriminieren.
Als wir Dajabon erreichten, begaben wir uns zu erst zur Grenzstation, die noch von vielen Haitianern belagert wurde. Nach einem kurzen Gespräch mit den Grenzbeamten
konnte unsere Gruppe zu Fuß die Grenze, sprich die Brücke über den Grenzfluss, überschreiten und wir so wenigstens inoffiziell haitianischen Boden betreten konnten.
Aber auch hier, so wie in der gesamten Stadt herrschte ein ganz aggressives Klima und eine recht explosive Stimmung. Irgendwie hatten wir alle das Gefühl, dass die Stimmung
jeden Augenblick umkippen und explodieren könnte. Von dem angenehmen Klima, was sonst hier herrschen soll, war auf jeden Fall nichts zu merken.
Erschütternd waren auf jeden Fall die Anblicke der Haitianer, die zu Trauben am Stahlgitterzaun der Grenze hingen und einen Blick in das für haitianische Verhältnisse
gelobte Land warfen. Aber nicht nur der geschlossene Zaun, sondern auch ein Großaufgebot an dominikanischen Sicherheitskräften hielten diese Leute von einer
unerlaubten Einreise ab. Wer diese Bilder gesehen hat, kann sich durchaus vorstellen, dass Haiti das ärmste Land der Welt ist.
In den Straßen der Stadt erlebten wir das selbe Bild. Zwar waren noch nicht alle Marktstände abgebaut, weiterhin prägten die blauen Plastikplanen, die über die Straßen
gegen die Sonne gespannt waren, das Bild. Auch waren noch einige Verkaufsstände aufgebaut und man konnte noch einige Waren erwerben, aber das große Treiben fand
nicht mehr statt. Typische Touristenartikel waren jedoch nicht darunter, sieht man mal von dem echten haitianischen Rum ab, der eine echte Rarität ist und meines Wissens
nirgendwo sonst zu kaufen ist.
Schade, dass unser Besuch in Dajabon so laufen musste, aber in einem Land wie der Dominikanischen Republik muss man außerhalb der Touristen-Resorts mit vielen
unvorhergesehenen Dingen rechnen, zumal, wenn diese Dinge unmittelbar mit dem Nachbarland Haiti zusammenhängen.
Aber diese unvermutete Panne sollte nicht der einzige Fehlgriff auf dieser Tour sein, womit ich aber nicht dem Tourveranstalter eine Schuld zuweisen will, denn so etwas
kann in einem Land der Dritten Welt immer mal wieder passieren.
Kurzum, wir begaben uns also auf die Weiterfahrt nach Monte Christi, der nordwestlichsten Stadt der Dominikanischen Republik und ebenfalls Hauptstadt der
gleichnamigen Provinz.
Von Dajabon aus geht die Straße in schnurgerader Richtung nach Norden. Es ist schon einzigartig, wie sich die Landschaft nach und nach verändert. Wir hatten heute
schon an der Nordküste eine typische Karibiklandschaft mit Palmen und Sandstränden gesehen, danach erfolgte die Fahrt durch eine hügelige Mittelgebirgslandschaft,
die an das deutsche Voralpenland erinnerte, danach durchfuhren wir das fruchtbare Cibao-Tal und kamen über das subtropische Dajabon in eine Savannenlandschaft,
deren Bild von Agaven und Kakteen geprägt ist.
Kaum zu glauben, dass man in einem relativ kleinen Land wie der Dominikanischen Republik so viele Vegetationsstufen erleben kann. Außer diesen Wüstengewächsen
gedeiht in der Ebene zwischen Dajabon und Monte Christi eigentlich nichts.
Da auch die meisten Marktstände schon abgebaut waren und es außer diesem Trubel in Dajabon nicht viel zu sehen gibt, begaben wir uns auf den Weg in das nördlich
gelegene Monte Christi, ebenfalls Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und nordöstlichster Ort der Dominikanischen Republik.
Unsere Fahrt führte uns auf einer schnurgeraden Strasse durch eine typische Savannenlandschaft, die man in der Karibik wohl kaum vermuten würde, direkt auf Monte Christi zu.
Teilweise waren auch Zuckerrohrfelder vorhanden, überwiegend jedoch waren Kakteen und andere Savannengewächse zu sehen.
Ca. 10 Kilometer vor unserem Zielort sahen wir in nördlicher Richtung starken und dunklen Rauch aufsteigen. Unser Guide Andreas war zunächst der Meinung, dass mal
wieder unerlaubterweise Zuckerrohrfelder abgebrannt würden, aber nach einigen Kilometern, als sich herausstellte, dass der Qualm nicht aus den Feldern, sondern aus der
Stadt selbst kam, stellte sich unsere Feststellung als Irrtum heraus.
Ungefähr drei bis vier Kilometer vor der Stadt wurde unser Kleinbus von einer Polizei- oder Armeesperre aufgehalten und man ließ uns nicht weiterfahren. Während unser Fahrer
und Andreas mit den mit schweren Maschinenpistolen bewaffneten Herrschern der Straße diskutierten, versuchte ich mit meinen geringen Spanischkenntnissen etwas
aufzuschnappen, um was es überhaupt ging. Klar war, dass wir nicht nach Monte Christi weiterfahren konnten, da es innerhalb der Stadt zu Ausschreitungen gekommen war,
weil in Monte Christi seit vier Tagen Strom und Wasser abgestellt war und die Bevölkerung ohne diese dringend Versorgungsleistungen entbehren musste. Aufgebrachte Bürger
hatten Autoreifen und Müll in Brand gesteckt und Straßensperren errichtet.
Bedingt durch die hohe Arbeitslosigkeit und die schlechte wirtschaftliche Lage im Lande verbunden mit dem allgemeinen Frust verschafft sich die Bevölkerung bei solchen
Versorgungsengpässen schnell ein Ventil um ihrem Unmut Luft zu verschaffen. Die hierbei häufig kreisende Rumflache tut ein Übriges, um die Stimmung weiter anzuheizen.
Erfreulicherweise kommen bei diesen unerfreulichen Aufständen, die man aber irgendwie verstehen und nachvollziehen kann und an deren Entstehen nur der marode Staat
die Schuld trägt, Touristen nicht zu Schaden.
Kurzum, wir konnten nicht nach Monte Christi fahren und mussten wieder in Richtung Süden zurück nach Dajabon fahren. Aber unser zuverlässiger Fahrer wusste Rat,
so dass wir nicht ganz wieder bis Dajabon zurückfahren mussten, denn wie wir jetzt sehen konnten, war es dort ebenfalls zu Ausschreitungen gekommen, denn jetzt stieg
aus der dortigen Richtung ebenfalls dunkler Rauch auf, wohl die Quittung der Bevölkerung auf den geschlossenen Grenzmarkt. Der Regierung sei Dank ..... Schade eigentlich
nur, dass wir unser vorausgebuchtes Mittagessen, welches in einem Restaurant in Monte Christi bestellt war, nicht einnehmen konnten.
Auf halber Strecke in Richtung Dajabon konnten wir auf einer Schotterstrecke nach Osten abbiegen und fuhren durch endlose Kaktusfelder nach Villa Sinda, wo wir wieder
auf die Hauptverkehrsstrasse stießen. Dort machten wir auch in einer typischen Gaststätte für Dominikaner Rast und bekamen hier unser Mittagessen und ein wohlverdientes
Presidente. Das Essen war recht einfach, landestypisch eben, aber reichlich und äußerst schmackhaft.
Die Episode mit den Ausschreitungen und den Polizeisperren auf den Hauptverkehrsstrassen machte diese Tour eigentlich unvergesslich, denn so etwas erlebt man
ja auch nicht alle Tage. Jetzt wird jeder Leser verstehen, was ich mit der "Tour mit Hindernissen" meinte. Für mich war so etwas für ein "hochentwickeltes Urlaubsland",
wie ich ja vorher dachte, eigentlich unvorstellbar. Aber da sieht man mal, wie man sich täuschen kann.
Auf jeden Fall erreichten wir ab Villa Sinda auf normalen Wegen wieder die Gegend um Sosua und Cabarete, also auch unser Hotel, dass wir am frühen Abend erreichten.
Abschluss des Tages warfen wie üblich ein gutes Abendessen und einige Bier an der Strandbar mit netten Leuten. Ich möchte bei dieser Gelegenheit nicht vergessen
unseren guten Bekannten Andreas Fischer aus Arnsberg zu erwähnen, mit dem wir in der Hotelanlage und in Sosua viel Spaß hatten. Leider war unsere Tourenplanung nicht so,
dass wir einen Tagesausflug zusammen unternehmen konnten.
Jetzt möchte ich nur kurz erwähnen, dass wir unsere letzten Tage in der Hotelanlage und in Sosua verbrachten, bevor ich ein Fazit über unsere Reise in die Dominikanische
Republik ziehe.
Wie am Anfang dieses Berichts erwähnt, war ich ja anfangs ein ziemlich großer Skeptiker und nicht gerade ein Freund der Dominikanischen Republik war. Meine Meinung
muss ich aber grundlegend revidieren, die Dominikanische Republik ist ein wunderschönes Land mit liebenswerten Menschen, die ihren teilweise schlechten Ruf wohl
vorwiegend den Billigtouristen aus aller Herren Länder und nicht nur aus Deutschland zu verdanken hat. Diese Leute sind sicher nur eine Handvoll von Besuchern, die
diesem Karibikparadies unterstützt durch schlechte Berichterstattung in den Medien zu diesem unzweifelhaften Ruhm verholfen haben, aber hier von sollte sich wirklich
niemand abschrecken lassen.
Ich hoffe, dass dieser Bericht, einigen Leuten, die derzeit noch genauso denken, wie ich auch noch vor kurzer Zeit, die Bedenken für einen Besuch diese herrlichen
Landes nehmen kann. Sollte dies der Fall sein, so ist der Sinn dieses Urlaubs- und Reiseberichts erfüllt worden.
Wir sind auf jeden Fall nicht abgeneigt, ein zweites mal die Dominikanische Republik zu besuchen, um noch die anderen schönen Ecken dieses Landes und beim nächsten
mal vielleicht der ganzen Insel, zu entdecken.
Vielleicht schon im nächsten Jahr? Warum nicht, Land und Leute sind durchaus einen weiteren Besuch wert.
Bis dahin wünsche ich allen Besuchern der Insel Hispaniola viel Vergnügen und eine ähnliche erlebnisreiche Reise, wie wir sie hatten.
Copyright by:
Johannes Backhaus
Webmaster: Urlaubsinfo-Web.de
D-44267 Dortmund Tel: 0231/488581
Index
Über uns
Kapstadt
Panama
Costa Rica
Hongkong
Bücher
Jamaica
Venezuela - Canaima
Grenada - West Indies
Sri Lanka
Bahamas
Thailand
Florida
Dominikanische Republik
Linkseite
Linkliste
Reiseshop
Toplisten
Linkliste
Gästebuch
|